Visualtraining

VisualtrainingFragebögen zum Visualtraining

Die vorgestellten Fragebögen können Sie sich mit dem kostenlosen AdobeReader herunterladen.

Fragebogen an die Eltern zum Download (110kB PDF)
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Fragebogen für Erwachsene zum Download (170kB/131kB PDF)
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Fragebogen für Schulkinder zum Download (212kB/232kB PDF)
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Fragebogen für Vorschulkinder zum Download (316kB/221kB PDF)
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Was ist Funktionaloptometrie?

Die Funktionaloptometrie beschäftigt sich mit Funktionsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund eines ungenügenden Sehverhaltens oder einer fehlerhaften Sehentwicklung auftreten. Diese führen zu Problemen der visuellen Wahrnehmung. Sie sind ein Spezialgebiet der Augenoptik bzw. der Optometrie.

Die Funktionaloptometrie bietet nach heutigem Wissensstand eine allumfassende Sicht auf die funktionale Verarbeitung der optischen Seheindrücke. Dieser ganzheitliche, neuartige Ansatz führt verschiedene nervale Verarbeitungsfunktionen zusammen, die in zahlreichen Wahrnehmungsbereichen des Menschen aktiv sind. So kann zum Beispiel das Sehen, Hören, Schmecken oder Fühlen betrof fen sein, wenn die Seheindrücke nicht korrekt verarbeitet werden. Die Funktionaloptometrie zielt darauf ab, mögliche Fehlfunktionen der Augen und im Gehirn über spezifische Übungen zu regulieren, zu verbessern oder zu reparieren. Erstaunlich ist hierbei, dass bereits nach den ersten Übungen der Fehlsichtige häufig eine spürbare subjektive Verbesserung der Sehleistung wahrnimmt.

Die Methode der Funktionaloptometrie ist bereits seit langem bekannt, wird jedoch in Deutschland bisher nur von wenigen Spezialisten angewandt. Unter funktionaloptometrischem Training, auch Visual-Training genannt, versteht man spezielle Übungen für das Augensystem, die sich auf vier zu trainierende Bereiche konzentrieren: Die Okulomotorik, das Akkommodations-System, das Vergenz-System und visuelle Verarbeitung.

Wie äußern sich die Wahrnehmungsstörungen?

Visuelle Wahrnehmungsstörungen werden oft nicht als solche erkannt. Kinder, aber auch Erwachsene, werden als lernfaul oder unbegabt eingestuft, was natürlich deren Motivation nicht besonders stärkt. Oftmals liegt das Problem jedoch nicht in der Faulheit oder mangelnder Intelligenz. Sondern es beeinflussen leicht bis stärker eingeschränkte visuelle Wahrnehmungsfähigkeiten des Gehirns die Möglichkeiten der Betroffenen.

Die optimale visuelle Wahrnehmungsfähigkeit des Gehirns ist die Grundvoraussetzung für eine uneingeschränkte und schnelle Interpretationsfähigkeit für die alltäglich gesehenden Bilder und Abläufe. Durch eine lücken- und fehlerhafte Interpretation wird die Verknüpfung zwischen den gesehenden Bildern und dem Ausdruck in Schrift und Sprache ernsthaft gestört. Auch Bewegungsabläufe, die wir allgemein als selbstverständlich erachten, können durch diese Wahrnehmungsstörungen nicht immer optimal ablaufen. Gerade deshalb werden die bet roffenen Kinder sportlich und auch schulisch zurückfallen, weil diese Einschränkungen zu Verzögerungen in den Arbeits- und Bewegungsabläufen führen.

Wann ist ein Visual-Training anzuraten?

Im Folgendem möchten wir Ihnen aufzeigen, woran Sie erkennen können, ob Visual-Training für Sie wichtig ist und ob es Ihr Sehvermögen verbessern kann.
Die folgenden Symptome können auf ein defizitäres Sehsystem hinweisen:

  • Häufiger auftretende Kopfschmerzen,
  • Lichtempfindlichkeit, auf fälliges Augenreiben,
  • Juckreiz und Brennen in den Augen, tränende Augen,
  • Augenschmerzen nach längerer Naharbeit,
  • schnelles Ermüden nach längerem Lesen oder Auto fahren,
  • ungenaue Zielsprünge beim Lesen,
  • Verschwimmen der Konturen oder Doppelkonturen in der Nähe und Ferne nach Blickwechsel,
  • Stressanzeichen wie Lippen- und Zungenbewegungen beim Lesen, Stirn runzeln oder lautes Mitlesen,
  • Übelkeit beim Lift-, Auto oder Zug fahren, Höhenangst,
  • schnelles Schwindelgefühl, schlechte Entfernungseinschätzung, langsame Reaktionszeiten,
  • Unvermögen räumliche (3D-) Abbildungen zu erkennen, u v m.

Welche Erfolge lassen sich mit einem Visual-Training erzielen?

Prinzipiell können sich Erfolge in der visuellen Wahrnehmung nur dann einstellen, wenn keine pathologischen bzw. physiologischen Defekte vorliegen. Ansonsten werden sich durch ein Visual-Training im Zeitrahmen von einem halben bis dreiviertel Jahr diese Sehdefizite reduzieren oder sogar vollständig abbauen. Innerhalb dieses Zeitraums lassen sich aber auch Verbesserungen der Reaktionsfähigkeit, Ausdauer, Gleichgewichtswahrnehmung sowie des Hörens erzielen.


Wer kommt überhaupt für das Visual-Training in Frage?

1. Kinder

Kinder bilden eine Kernzielgruppe für die funktionaloptometrische Arbeit. Denn bei jungen Menschen ist das Sehsystem noch sehr flexibel und kann deshalb - wenn rechtzeitig erkannt - gut und schnell positiv beeinflusst werden. Insbesondere verhaltensauf fällige Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche und schlechter Bewegungskoordination können besonders ef fektiv trainiert werden und somit in dem schon genannten Zeitraum Ihre Fähigkeiten stark verbessern.

2. Erwachsene

Bei Erwachsenen wird zunächst überprüft, ob das Sehsystem bereits so verfestigt ist, dass ein Visual-Training keine Verbesserung mehr bringen würde. Ist das System noch flexibel genug, so wird auch hier ein Training eine deutliche Verbesserung und mehr Sehkomfort ergeben. Heute unterliegt das Augensystem gerade im Arbeitsalltag durch den häufigen Einsatz von Computerbildschirmen einem immer mehr zunehmenden Sehstress. Bei den bereits erwähnten visuellen Problemen wird dann der Einsatz einer Brille nicht immer zum erwünschten Sehkomfort führen.

3. Sportler

Sportlich aktive Menschen benötigen ein bestmöglich funktionierendes Sehsystem, um den Anforderungen der gewünschten Sportart auch technisch gerecht werden zu können. Da in allen Sportarten ein wesentlich erhöhtes Reaktionsvermögen und eine gute Bewegungskoordination Voraussetzung ist, wird auch ein sportartenspezifisches Visual-Training hier Verbesserungen erzielen können.


Ouellennachweis: persönliche Seminarunterlagen, Bilder: Prisma Augenoptisches Privatinstitut